Wie man einen Zug „zeroed“: Tipps, Wirkungen und Sicherheitsvorkehrungen
Stell dir vor, du nimmst einen Zug von Weed und hältst jeden Rauchzug komplett in der Lunge, ohne etwas auszuatmen. Diese Technik zielt darauf ab, die Wirkung von THC zu maximieren. Aber macht sie dich wirklich „higher“? Erfahre mehr über die Technik, ihren Zweck und ob du sie anwenden solltest.
Was bedeutet es, einen Zug zu „zeroen“?
Bevor wir lernen, wie man einen Zug „zeroed“, definieren wir kurz, was „zeroen“ bedeutet. Laut Urban Dictionary kann „zeroen“ so beschrieben werden:
„Wenn du Weed rauchst, einen Zug nimmst und 100 % des Rauchs aus dem Einatmen in der Lunge hältst, ohne Rauch auszuatmen. Das wird gemacht, um die maximale Wirkung vom Weed zu erzielen.“
Zusammengefasst bedeutet „zeroen“, den Rauch für eine längere Zeit in der Lunge zu halten, bis man kaum noch etwas ausatmen kann.
Macht das „Zeroen“ eines Zugs wirklich stärker high?
Eine Studie aus dem Jahr 1989 untersuchte, ob das längere Halten von Marihuana-Rauch die psychoaktiven Effekte verstärkt. Die Forscher kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Das längere Halten von Cannabisrauch führt nicht zu einer stärkeren Wirkung.
Das fanden sie heraus:
„Marihuana-Raucher werden häufig dabei beobachtet, den Rauch für längere Zeit (10-15 Sekunden) in der Lunge zu halten, offenbar in der Annahme, dass längeres Luftanhalten die Wirkung des Rauschmittels verstärkt. (...) Typische Marihuana-Effekte (erhöhter Herzschlag, gesteigertes Gefühl von ‚High‘ und beeinträchtigte Gedächtnisleistung) wurden unter allen Luftanhaltebedingungen beobachtet, aber es gab kaum Hinweise darauf, dass die Reaktion auf Marihuana von der Dauer des Luftanhaltens abhängt.“
Obwohl es ein verbreiteter Mythos unter Nutzern ist, wird das „Zeroen“ eines Zugs wahrscheinlich nicht dein High verstärken, da THC innerhalb von Sekunden aufgenommen wird.
Warum ist das „Zeroen“ eines Zugs keine gute Idee?
Auch wenn das „Zeroen“ dein High nicht verstärkt, kann es die negativen Gesundheitsrisiken des Rauchens erhöhen, da schädliche Chemikalien länger mit dem Lungengewebe in Kontakt bleiben.
Ein Bericht zur Schadensminderung vom Algonquin College empfiehlt Cannabisnutzern, das Luftanhalten beim Rauchen oder Vapen von THC-Produkten zu vermeiden:
„Den Rauch in der Lunge zu halten, führt nur dazu, dass du mehr hustest und schwerer atmest. Beim Verbrennen von Marihuana werden Toxine freigesetzt. Das Luftanhalten lässt diese Toxine länger in deinen Lungen verweilen.“
Wie man einen Zug „zeroed“
Obwohl es nicht empfohlen wird, wollen manche Cannabisnutzer es trotzdem ausprobieren. Hier eine kurze Anleitung, wie du es machst, falls du es unbedingt versuchen möchtest.
- Fülle deinen Joint oder deinen Trockenkräuter-Vape locker, damit die Luft gut zirkulieren kann.
- Entzünde den Joint oder aktiviere den Vape und ziehe langsam daran.
- Halte den Rauch etwa 10–15 Sekunden in der Lunge.
- Atme langsam aus, wenn du bereit bist! Es wird wahrscheinlich wenig bis kein Rauch zu sehen sein.
Was kannst du statt des „Zeroens“ tun?
Da das „Zeroen“ wegen der möglichen negativen gesundheitlichen Folgen nicht empfohlen wird, gibt es viele Alternativen, um die Intensität deines Highs zu steigern.
Wähle Cannabisprodukte mit höherem THC-Gehalt!
Suchst du nach einem intensiveren Erlebnis? Entscheide dich für eine Sorte mit höherem THC-Gehalt oder wähle einen THC-Pen mit stärkerem Liquid. Wir empfehlen, stärkere Cannabisprodukte mit besonderer Vorsicht zu verwenden, da übermäßiger THC-Konsum zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann.
Probiere Esswaren statt Rauchen oder Vapen!
Esswaren gelten in der Regel als stärker als Blüten. Wenn du also intensivere Effekte möchtest, probiere Gummibärchen, Bonbons, Kuchen, Kekse und andere Esswaren aus.
Das Canadian Centre on Substance Use and Addiction erklärt:
„Für manche Menschen können die Effekte von essbarem Cannabis intensiver sein als das Inhalieren einer ähnlichen Dosis getrockneten Cannabis. Diese Intensität entsteht teilweise, weil deine Leber THC in eine stärkere Form umwandelt, wenn du es einnimmst.“
Mach eine Pause („T-Break“), um deine Toleranz anzupassen!
Eine T-Break, also eine Pause vom Cannabiskonsum, kann helfen, deine Toleranz zurückzusetzen. Die typische Dauer einer T-Break liegt meist zwischen einer Woche und zwei Monaten.
Die Western Washington University empfiehlt folgendes T-Break-Protokoll:
„Eine echte T-Break sollte mindestens 21 Tage dauern, da es etwa drei Wochen oder länger dauert, bis THC aus deinem System verschwunden ist.“
Erkunde alternative Cannabinoide mit möglicherweise stärkeren psychoaktiven Effekten!
Statt deine Züge zu „zeroen“, kannst du alternative Cannabinoide wie THC-H, THC-JD, THC-X und THCM ausprobieren, die ein höheres psychoaktives Potenzial haben könnten.
Wenn du darüber nachdenkst, Marihuana zu verwenden, stelle sicher, dass du mindestens 18 Jahre alt bist und dass es an deinem Wohnort legal ist. Wenn du gesundheitliche Probleme hast oder andere Medikamente einnimmst, konsultiere vor der Nutzung eine medizinische Fachkraft.

